RE: Marie-Sabine Roger
Das Labyrinth der Wörter
Germain Chavez ist ein Bär von einem Mann und nicht gerade ein Intelligenzbolzen. Seine alleinerziehende Mutter hat ihn vernachlässigt, von seinem Lehrer wurde gemobbt, sodass er fast Analphabet blieb, nun wohnt er 45jährig in einem Wohnwagen am Grundstücksende, züchtet Gemüse und schnitzt.
Die Nachmittage verbringt er im Park bei den Tauben und dort trifft er die zierliche alte Margueritte (mit 2 t !) Sie freunden sich an und Margueritte beschließt, ihn ans Lesen heranzuführen. Mit pädagogischem Fingerspitzengefühl schafft sie es, ihm eine neue Welt zu öffnen.
Ein sanftes Buch mit kraftvollen Ideen und hintersinniger Sprache. Ich habe es genossen und hätte sogar Lust, mir den Film anzusehen, was mir selten nach einem Buch passiert :yes:
Ich zitiere hier ein paar von den Sätzen, die mir besonders gefallen:
„Was den Kopf angeht, das ist nicht tödlich: Man kann auch ohne ihn leben. Schlecht nur für die Leute drum herum.“
„Aber die Sorgen der anderen, falls Sie das noch nicht bemerkt haben, trösten einen nicht. Man fühlt sich noch nicht mal weniger allein. Manchmal sogar ganz im Gegenteil.“
„Das soll also das Leben sein: Entweder du bist stark, oder du bist tot?
Was für eine Scheißauswahl.“
„Ich lief herum und drehte mich im Kreis wie eine Katze, der man die Klokiste versteckt hat.“
“Man möchte meinen, dass die Galle böse Menschen so gut konserviert wie der Essig die Gurken.“
"Beobachten, das ist mit Sinn und Verstand schauen, mit dem Gedanken, dass man sich erinnern will. Und schlagartig sieht man besser. Klar, man bemerkt auch Sachen, die man lieber nicht hätte sehen wollen, und das ist dann Pech."
Im Grunde könnte ich das ganze Buch abschreiben … :cheesy:
Der Trailer zum Film
Gerard ist schwer behindert, aber lustig drauf und rezitiert seine seltsamen Gedichte. Für seinen Bruder und dessen Frau ist er ein Klotz am Bein. Als die Weltenbummlerin Alex zur Untermiete bei ihnen einzieht, schließt sie ihn allmählich ins Herz, baut eine Karre für ihn und fährt ihn am Kanal spazieren.
Dort treffen sie auf zwei junge Männer, die sich anfangs belustigen, sich aber, durch Alex' Unbeirrbarkeit in den Bann gezogen, allmählich mit den beiden anfreunden.
Die Männer haben jeder auch ihr Päckchen zu tragen ... irgendwann erbt einer von ihnen ein altes Motorrad und für alle vier beginnt ein Abenteuer ...
Marie-Sabine Roger hat es echt drauf, die seltsamsten Umstände im Leben ihrer Figuren zu "erfinden" und daraus eine poetische Komposition zu schaffen, die einen in den Bann zieht.
Anrührende Stellen, wenn die burschikose Alex sich um Gerard genannt Roswell kümmert: "Mein Herz ist kein Tierheim, aber um nichts auf der Welt könnte ich ihn abends ohne ein letztes Küsschen auf seine Wange einschlafen lassen" und philosophisch-humorvolle "Der Zackenbarsch hat recht, wenn er sagt, dass das Leben nicht zweckmäßig ist" lassen einen schmunzeln, den Kopf schütteln, machen nachdenklich.
Wenn man es zu Ende gelesen hat, atmet man auf und freut sich: Da habe ich jetzt die Erinnerung an ein wunderschönes Buch.
Zu diesem Buch schreibe ich nicht viel, schaut euch dazu den Thread von France an:
Das Leben ist ein listiger Kater
France, lieben Dank für den Tipp, das Buch ist wirklich wunderbar zu lesen. Weisheit und Witz gepaart mit menschlichen Launen und einem Schuss Spannung ... es hat mir ausnehmend gut gefallen. Nur zu empfehlen!
In altbewährter Manier wieder ein Buch von ihr mit unglaublichen Personen in eigenartigen Situationen. Lustig, nachdenklich machend, spannend.
In Mortimers Familie gibt es pro Generation einen männlichen Nachkommen. Diese sind alle jeweils an ihrem 36. Geburtstag um 11h vormittags auf teilweise haarsträubende Art ums Leben gekommen.
Das Buch beginnt damit, dass sich Mortimer an seinem 36. Geburtstag kurz vor 11h auf seinen Tod vorbereitet, sich mit einem Anzug bekleidet aufs Bett legt und wartet.
Seine Freunde, ein altes Ehepaar, das einen Crepe-Wagen betreibt und selber einiges an merkwürdigen Lebensumständen aufzuweisen hat, wissen davon nichts und platzen mitten in die Zeremonie …
Mehr verrate ich nicht, nur so viel: Ich habe das Buch verschlungen, es ist so skurril wie wieder einmal wunderbar geschrieben. Während ich das hier tippe, haben meine Ohren Besuch von meinen Mundwinkeln. Ein Feuerwerk an exzentrischen Leuten und Begebenheiten
Als ich es in der Bücherei entdeckte, musste ich es einfach mitnehmen
Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, von denen jede mit einer unerwarteten Pointe am Schluss den Leser in ein grandioses AHA-Erlebnis katapultiert.
Genial!
Zitat von Lenchen im Beitrag #8Das Leben ist ein listiger Kater von Marie-Sabine Roger
Zu diesem Buch schreibe ich nicht viel, schaut euch dazu den Thread von France an:
Das Leben ist ein listiger Kater
France, lieben Dank für den Tipp, das Buch ist wirklich wunderbar zu lesen. Weisheit und Witz gepaart mit menschlichen Launen und einem Schuss Spannung ... es hat mir ausnehmend gut gefallen. Nur zu empfehlen!Heute beginnt der Rest des Lebens von Marie-Sabine Roger
In altbewährter Manier wieder ein Buch von ihr mit unglaublichen Personen in eigenartigen Situationen. Lustig, nachdenklich machend, spannend.
In Mortimers Familie gibt es pro Generation einen männlichen Nachkommen. Diese sind alle jeweils an ihrem 36. Geburtstag um 11h vormittags auf teilweise haarsträubende Art ums Leben gekommen.
Das Buch beginnt damit, dass sich Mortimer an seinem 36. Geburtstag kurz vor 11h auf seinen Tod vorbereitet, sich mit einem Anzug bekleidet aufs Bett legt und wartet.
Seine Freunde, ein altes Ehepaar, das einen Crepe-Wagen betreibt und selber einiges an merkwürdigen Lebensumständen aufzuweisen hat, wissen davon nichts und platzen mitten in die Zeremonie …
Mehr verrate ich nicht, nur so viel: Ich habe das Buch verschlungen, es ist so skurril wie wieder einmal wunderbar geschrieben. Während ich das hier tippe, haben meine Ohren Besuch von meinen Mundwinkeln. Ein Feuerwerk an exzentrischen Leuten und BegebenheitenDie Küche ist zum Tanzen da von Marie-Sabine Roger
Als ich es in der Bücherei entdeckte, musste ich es einfach mitnehmen
Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, von denen jede mit einer unerwarteten Pointe am Schluss den Leser in ein grandioses AHA-Erlebnis katapultiert.
Genial!
Lenchen, gerade habe ich diese beiden Bücher gelesen (was soll man bei der Hitze sonst auch machen...
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