Bibliotherapie
Als LG und ich in Irland im Städtchen Youghal an einem Book Shop vorbei kamen, fiel uns der Begriff "bibliotherapy" auf, der auf dem Schild über dem Laden prangte. Wir hielten es für einen Werbegag des Buchhändlers und LG machte sogar ein Foto davon (muss ihn erst drum bitten, ob ich es hier einstellen darf)
Vor ein paar Tagen nahm ich aus der Apotheke den Reformhauskurier (Oktober 2015) mit und was finde ich da? Einen Artikel über Lesen als Therapie :hä:
Laut Artikel würde innerhalb von 6 Minuten lesen (egal was) der Stresspegel deutlich reduziert werden. Ein fesselnder Text entführt uns in andere Welten und schon ist der eigene Stress "vergessen". Eine Anti-Stress-Therapie also.
Bücher zur Lebenshilfe lesen = Therapie
Lesen von Büchern, die eigene Probleme thematisieren = Therapie
Auch Kinder und Jugendliche lernen beim Lesen und können später verschiedenes davon im eigenen Leben anwenden = Therapie
Als ob wir das nicht schon gewusst hätten, auch ohne die neue Bezeichnung Bibliotherapie. Früher hat man halt erzählt oder vorgelesen
Wir alle, die wir gerne und viel lesen, kommen also aus der Therapie gar nicht mehr raus
Bedeutet das im Gegensatz dazu, dass Leute, die nicht oder nur wenig Bücher lesen, mehr Probleme haben
Laut Artikel werden in England Bücher sogar auf Rezept verschrieben
Und schon wird gleich wieder kommerziell ausgeschlachtet.
Ein Beispiel
zweites Beispiel
Ist das das Ergebnis einer Studie?
Es ist doch schon lange bekannt, dass Bücher Seelennahrung und Ratgeber sein können. ' Sorge dich nicht - lebe!' z.B. war mein erstes Buch in der Art, das ich mir vor zig Jahren kaufte und später dann die ' Familienkonferenz'. ' Ratgeber' lese ich schon lange nicht mehr, denn was vor zehn Jahren noch richtig war, kann zwanzig Jahre später völlig überholt oder falsch sein. Inzwischen höre ich lieber auf mein Bauchgefühl.
Ich finde es herrlich entspannend, in die Welt der Bücher einzutauchen und dabei die deprimierenden täglichen Nachrichten verdrängen zu können. Gut für mein Seelenheil. 
Also ich hab nie Bücher zur Lebenshilfe oder zu Problemen gelesen. Ich las eigentlich nur Romane oder Psychothriller (bis auf ganz früher Katzen- und Hundefachbücher).
Aber immer wenn ich Probleme hatte hab ich extrem viel gelesen. Romane, keine Ratgeber. Aber es hat mich von meinem Problem oder meinem Kummer abgelenkt und entspannt, als gegen den Stress gewirkt. Ich versank in einer anderen Welt, in dem Roman.
Als ich in der vorigen Wohnung so gestresst war und nur noch mit grausen "nachhause" ging, saß ich am Wochenende im Stadtparkcafe in Fürth im Grünen und las einen Roman. Danach war nur das zurück kommen in dieses Irrenhaus sehr schlimm.
Jedenfalls hab ich schon als Kind ein Buch nach dem anderen gelesen. Ich denke jetzt ich hab schon damals damit Stress abgebaut. Meine Kindheit war nicht einfach mit dem sehr strengen Vater, auch Mobbing in der Schule.
Also da erzählen die mir echt nix Neues. 
Bücher sind für mich auch Seelennahrung. Ohen Bücher könnte ich nicht leben.
Ich hatte auch schon mal ausführlich darüber geschrieben * Warum lese ich, was bedeutet es mir*
Ich glaube schon, dass lesen wie eine Therapie wirken kann...wenn man sich ganz in ein Buch hineinbegibt/eintaucht ...vergisst man für eine Zeit alles um sich herum....lässt auch Sorgen oder Probleme los.
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