Keine Verlängerung für Griechenland

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20.08.2015 14:24
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#151 RE: Keine Verlängerung für Griechenland
Gast
( gelöscht )

Ich bewundere euren Durchblick. Ich blicke nicht durch, da wir noch nie ein Land so "retten" mussten, wie jetzt Griechenland innerhalb der Euro-Zone.
Populär betrachet werfen wir alle Griechen in einen Topf, darf man das?
Wir, die Deutschen, wurden zwar nach WW2 auch in einen Topf geworfen, aber Schuld gab man den Nazis, als wären das keine Deutschen gewesen.
Es wurden Fehler gemacht innerhalb der EU, der Eurozone, wie Sand am Meer. Muß dann nicht auch kollektiv der Kopf hingehalten werden. Helfen können ja nur die, die helfen können.

Ich denke, es ist einfach, eindeutige Schuldzuweisungen zu machen, vor allem als Nichtgrieche, wie würde man sich verhalten, wenn man Grieche wäre?
Für mich stellen mehr Fragen als eindeutige Aussagen, erst die Zukunft wird zeigen, was richtiger war und was falscher.


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20.08.2015 21:52
avatar  Lotta ( gelöscht )
#152 RE: Keine Verlängerung für Griechenland
Lo
Lotta ( gelöscht )

Tsipras hat heute seinen Rücktritt erklärt, samit macht er den Weg für die voegezogenen Neuwahlen frei, die am 20. September anstehen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/gr...-a-1049125.html

Heigl, ich behaupte von mir nicht, dass ich da durchsehe, werfe auch nicht alle Griechen in einen Topf. Ich denke, dass alle genau wissen, wer den Karren gegen die Wand gefahren hat.


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23.08.2015 20:00
avatar  France
#153 RE: Keine Verlängerung für Griechenland
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Ich las im Urlaub einen Artikel von Jakob Augstein (Spiegel) mit dem Titel "Gewissenlos". Deutschland profitiert vom Leid der anderen. So auch: Jedes Mal, wenn es für die Finanzmärkte in den letzten Jahren negative Neuigkeiten zum Thema Griechenland gab, fielen die Zinsen auf deutsche Anleihen. Ersparnis für Deutschland seit 2010: 100 Milliarden Euro. Selbst wenn Griechenland den Schuldendienst vollständig einstelle, der deutsche Staat hätte an der Krise noch verdient.

Alles, was wir sind, ist Sand im Wind.
Bill & Ted Zitat

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23.08.2015 20:14
avatar  Susi
#154 RE: Keine Verlängerung für Griechenland
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Dazu hatte ich erst kürzlich etwas gelesen:

Nun zum Märchen: Am 10. August melden die deutschen Medien unter teils stark dramatisierenden Überschriften, Deutschland hätte wegen der Griechenland-Krise über niedrige Zinsen für seine Staatsanleihen 100 Milliarden Euro gewonnen, und damit mehr als es aus Krediten an Griechenland im Feuer hätte. Dies will das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) herausgefunden haben. Prompt setzt der Spiegel die keinen Zweifel zulassende Überschrift: „100 Milliarden Einsparungen seit 2010: So stark profitiert der deutsche Staat von der Euro-Krise“. Doch das ist ziemlicher Unsinn, wie so vieles, was derzeit zur Griechenland-Krise in den deutschen Medien erscheint.

Als die griechischen Zinsen 2011 und 2012 stiegen, fielen die deutschen um 1,8 Prozentpunkte und das allerdings nur für neu aufgelegte Staatsanleihen; aber auch die Zinsen für Staatsanleihen Frankreichs und anderer Länder fielen in diesem Zeitraum (Abb. 18928). Das geschah vor allem, weil die EZB mit dem Aufkauf von Staatsanleihen und der Drohung vom September 2012, unbegrenzt solche Anleihen zu kaufen, die Zinsen nach unten drückte.

Meist bewegten sich die Zinsen für griechische und deutsche Staatsanleihen jedoch – entgegen den Annahmen des IWH – völlig unabhängig voneinander. So stiegen und fielen zwischen August 2011 und Mai 2013 die Zinsen für Griechenland erheblich, ohne daß das wesentliche Auswirkungen auf den Zins für Bundesanleihen hatte (Abb. 18929).

Quelle

Wehe, wenn die Zinspolitik sich wieder ändert.

„Lachen braucht weniger Energie als ein ernstes Gesicht.“
Anton Gunzinger

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23.08.2015 20:45
avatar  France
#155 RE: Keine Verlängerung für Griechenland
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Was können wir Leser noch glauben?
"Otto Normalverbraucher" wird an der Nase herumgeführt, wo es nur geht!
Wer hat da noch einen Durchblick und kann sich eine Meinung bilden?

Alles, was wir sind, ist Sand im Wind.
Bill & Ted Zitat

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24.08.2015 08:25
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#156 RE: Keine Verlängerung für Griechenland
Gast
( gelöscht )

Zitat von France
Otto Normalverbraucher hat da keinen Durchblick und kann sich eine Meinung bilden?



Ich hab, France, deine Sätze ein wenig kombiniert, um das auszudrücken, was sich mir darstellt. Ich persönlich muß zugeben, dass sich für mich Stellungnahmen fast verbieten, weil das ganze sehr komplex ist, ich nur Faktenfetzen verfügbar habe, und noch dazu fachlich inkompetent.
Insofern würden nur gefühlte Äusserungen von mir kommen, Aufgeschnapptes.

Erschwert wird das durch überlagerte Meinungen von Experten, man müsse grundsätzlich alles in Frage stellen, sozusagen, die EU auf "Anfang" vor € zurückstellen.
Für den bescheidenen Rest meines Lebens würde ich mir weniger Turbulenzen wünschen, man regt sich ja auf, aus Unbehagen, ohne es genau orten zu können. Es geht ja nicht nur um meine eigenen finanziellen Risiken, das ist klar.


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