Warum lese ich, was bedeutet es mir.
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Ja, was bedeutet das Lesen eigentlich für mich?
Schon als Kind waren Bücher für mich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.
Ich bin zwar nicht gern zur Schule gegangen, aber wenn es um das Lesen ging, war ich immer voll dabei. Später, in den höheren Klassen war auch das Schreiben von Aufsätzen eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.
Auch wenn bei uns in der DDR im Literaturunterricht einige „rot angefärbte“ Sachen dabei waren, konnte man doch einiges für den Lebensweg mitnehmen.
Wir haben natürlich auch Thomas Mann, Goethe, Schiller, Storm, Brecht usw. bei uns in den Schulen gelesen.
Ich weiß noch, es muss in der neunten oder zehnten Klasse gewesen sein. Da hatten wir eine „alte“ Deutschlehrerin. Aus der Sicht von 16 oder 17jährigen war ja alles über 30 alt, aber sie war wirklich schon eine ältere Dame. Hatte schon vor dem Krieg unterrichtet und das war jetzt 1960. Sie war toll, unverheiratet und die Literatur war ihre Welt. Sie hat uns auch, nicht im Lehrplan stehende, Literatur nahe gebracht. Einmal sprach sie über Binding. Der war ja nun in der DDR total verpönt. Ich glaube auch nicht, dass ihn viele aus meiner Klasse überhaupt kannten. Sie erzählte uns unter anderem, dass sie ihr eigenes Leben mit einer Novelle von Binding vergleichen könnte. Da ich etwas mehr über unsere Lehrerin wusste, war mir sofort klar, daß sie den“Opfergang“ meint. Ich wollte es ihr immer einmal sagen, hatte aber nie den Mut dazu.
Ja, also Lesen war schon als Kind für mich so etwas wie „Abtauchen“ in eine andere Welt. Die reale Welt um mich herum vergessen. Meine Seele in ein Traumreich schicken und mit den handelnden Figuren verschmelzen.
Noch heute kann ich die Welt um mich vergessen wenn ich lese. Da das heute ja fast nur abends im Bett geschieht, geht das also auch ganz gut.
In unserer Familie wurde schon immer viel gelesen und ich denke, dass so auch in der Kindheit schon ein Grundstein gelegt wird. Bevor ich lesen konnte, hat meine Großmutter mir immer vorgelesen. Im Sommer draußen im Garten . Im Winter hat sie mir Geschichten erzählt, oft auch selbst ausgedachte. Das war dann so richtig gemütlich. „Dämmerstunde“ haben wir dazu gesagt. Kennt ihr den Ausdruck auch? Es war nicht mehr richtig hell, aber auch noch nicht ganz dunkel.
Als ich dann in die Schule ging, habe ich mir immer Bücher aus der Schulbücherei ausgeliehen. Ich war bis zur achten Klasse in einer Dorfschule. Und dort gab es noch Restbestände aus der Vorkriegszeit in der Schulbücherei. Hat noch keiner so auf „sozialistisch geprägtes Gedankengut“ geachtet. Wir hatten sogar nachmittags unseren Christenlehreunterricht in den Räumen der Schule. Das wäre Jahre später dann schon undenkbar gewesen.
Oft habe ich mich an den Nachmittagen, statt für ein Fach zu lernen, lieber mit einem Buch irgendwo verkrochen.
Jetzt ist es oft so, dass ich mich aufs Zubettgehen freue, weil dort ein Buch auf mich wartet.
Und dann lasse ich mit hineingleiten in die Welt der Romanfiguren. Lebe, leide, liebe, lache, träume, kämpfe, weine und freue mich mit ihnen. Manchmal suche ich aber auch in den „Helden“ der Geschichten etwas von der Schriftstellerin oder des Schriftstellers…Ist es nicht oft so, dass die Autorin oder der Autor immer auch etwas von sich selbst mit in die Geschichten einbringt?
Jedenfalls möchte ich nicht ohne Bücher sein.[/align]
Lesen war für mich schon als Kind, ausser mit Tieren beschäftigt sein, meine Lieblingsbeschäftigung.
Jede Woche kam in den Schulhof ein Doppelbus, gefüllt mit Bücherregalen, der Schulbibliotheksbus.
Ich schleppte jede Woche 5 bis 10 Bücher heim. Und hatte sie nach einer Woche gelesen!
Das Lesen blieb auch als Erwachsene eine Lieblingsbeschäftigung. Erst als ich mich mit PC und vor allem als Forenadmin beschäftigte blieb die Zeit nicht mehr dafür. Wenn ich nicht über einem spannenden Buch bleiben kann lasse ich es lieber ganz. Heute bin ich schon froh wenn ich mal einen Film ansehen kann. Hab mich auf Filme verlegt weil über einem Film kann ich dann bleiben.
Aber Lesen ist für mich etwas Wunderbares. Das "eintauchen" in einen Roman kenne ich nur zu gut liebe Greta. Die Welt um einen rum existiert einfach dann nicht mehr. 
Lesen ist Seelennahrung für mich. Fantasie, Abtauchen, neue Welten erleben, sich über die Fantasie anderer wundern, begeistern ... manchmal denke ich mir, ob es nicht ein bisschen Flucht aus der Realität ist?
Ein gutes Buch zieht mich in den Bann und wirkt nach ...
Unterhaltung, natürlich, man lernt auch, es gibt so vieles, was mich zum Lesen bringt ...
Und dann noch, wen ich ganz ehrlich bin, die Analyse: wie macht ein anderer das? Warum gelingt es dem einen Autor, mich zu fesseln und warum gelingt es dem anderen nicht?
Auf jeden Fall ist Lesen immer ein Abenteuer!

Bücher gehören zu meinem Leben und schon in der Schulzeit war ich eine Leseratte, wie man das damals nannte. In den Deutschfächern hatte ich immer ein sehr gut, belesen sein lohnt sich eben.
Wenn nicht mindestens 5 neue Bücher auf meinem Nachttisch liegen, werde ich unruhig und besorge Nachschub.
Beim Lesen kann ich einfach wunderbar entspannen.
Stimmt es eigentlich, liebe France, dass viele Franzosen weniger gerne lesen als in anderen Ländern? Mir hat mal einer gesagt "Un homme fait ne lit pas, il a à vivre", also dass er zum Lesen gar keine Zeit und Lust habe, er müsse leben.
Ich lese sehr gerne, neben Fach- u. Sachbüchern auch Romane, aber dann muss ich mich mit den Protagonisten einigermaßen identifizieren können, sonst wird das Lesen mühsam und ich lege das Buch beiseite.
Nein, lieber severus, das kann ich ganz und gar nicht sagen, eher das Gegenteil ist der Fall.
Ohne von uns auf andere zu schliessen, Franzosen lesen gerne und viel. Dazu bin ich mit einem Franzosen verheiratet, der extrem viel liest. Natürlich an erster Stelle Fachliteratur, aber auch viel Geschichte (er liebt das alte Ägypten), Politik und dann und wann einen Roman, im Moment das umstrittene Buch von Michel Houellebecq "Soumission", das ich mir sicher hinterher schnappen werde...
Ich lese auch relativ viel, allerdings beschränkt sich meine Auswahl fast nur auf Psychothriller und Biografien.
Fachbücher sind mehr ein Nachschlagewerk für mich, die lese ich nicht, sondern ich informiere mich nur darin.
Es gibt aber auch ein paar Bücher die nichts mit "Psycho" zu tun haben, die ich sehr bemerkenswert finde.
Zum Beispiel:
Die Ratte - von Andrzej Zaniewski
Mit seiner Biografie einer Wanderratte, von ihr selbst erzählt, hält Zaniewski den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem. Zahlreiche Mythen und Märchen sind mit den Geschicken der Ratte verwoben. Wir sehen die Welt mit ihren Augen, leben und leiden mit ihr. Voller Grauen und zugleich voller Bewunderung erkennen wir in ihrem Leben das Abbild unserer eigenen Zivilisation.
Das Geräusch einer Schnecke beim Essen - von Elisabeth Tova Bailey
Durch eine Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin eine Topfpflanze geschenkt bekommt, unter deren Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie diese zu beobachten. Nachts wird ihr neues Haustier aktiv, fährt seine Fühler aus, geht auf die Jagd und vollführt seltsame Rituale. Fasziniert beschäftigt sich Bailey mit Biologie und Kulturgeschichte der Schnecke und erfährt Verblüffendes über ein unterschätztes Lebewesen.
Lesen bedeutet für mich: Entspannen, informieren, untertauchen, ablenken.... Ich lese jeden Tag in einem "guten" Buch, es darf etwas Historisches, Kulturelles, Aktuelles oder ein Roman lustig oder tiefergründig sein. - Merke ich nach ein paar Seiten, dass dieses Buch nicht mein Ding ist, lege ich es weg.
France, ich habe mir mal 3 Bücher von Houellebecq zugelegt und versucht sie zu lesen, aber ich fand überhaupt keinen Zugang. Vielleicht hatte ich mir ja auch die falschen Bücher als "Erstlinge" ausgesucht, aber wie gesagt, mir fiel jede Seite schwer zu lesen, weil ich nicht in das Geschehen eintauchen konnte.
Besonders Plattform, ich weiß nicht ... ich versteh's nicht.
Vielleicht war ich auch nicht reif genug für diese Art Bücher, aber ich glaube ich kann keinen Versuch mehr starten.
Irgendwie sehr aussergewöhnlich, aber für mich nicht im positivem Sinne.
Jetzt liegen die 3 Bücher seit vielen Jahren im Keller ...
Elementarteilchen
Gegen die Welt, gegen das Leben
Plattform
Liebe Karin, über die Bücher kann ich nichts sagen. Ich hätte mir nie gleich drei Bücher von M.Houellebecq zugelegt!
Sein letztes Buch Soumisson scheint sich leicht zu lesen. GG hat es noch nicht durch - er liesst meistens mehrere Bücher gleichzeitig - doch ich habe einen kurzen Blick auf die ersten Seiten geworfen und denke, dass ich damit klar komme. 
Ja das ist natürlich unsinnig, sich gleich 3 Bücher zu kaufen. Aber ich konnte mich nicht entscheiden ...
Und da diese Titel damals relativ gut rezensiert waren, dachte ich halt - ok dann nimm ich alle 3.
Ok, ich bin ja nicht so prüde oder verklemmt, dass über Thema "Nummer1" nichts geschrieben stehen darf, aber wenn es fast ausschließlich davon handelt, langweilt es mich, oder wenn von der Sache zu ordinär (mMn) geschrieben wird.
Ich würde auch niemals diese Fifty shades of grey Bücher lesen, denn ich glaub da schlafe ich dabei ein.
Aber der Titel sagt es ja schon ... 50 Grautöne ... also weder schwarz noch weis.
Entweder gleich was deftiges, oder gar nichts in der Art, denn "Plüschhandschellen" finde ich echt nur lächerlich.
Ja wobei ich das Fifty-Gedöns niemals mit Houellebecq vergleichen würde! Mir fiel das jetzt nur im Zusammenhang ein.
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