Yes

12.03.2013 15:29
avatar  Rika
#1 Yes
avatar

Yes ist eine britische Rock-Band aus dem Bereich Progressive/Artrock. Sie war vorwiegend in den 1970er-Jahren stilbildend für das Genre (wie auch Genesis, ELP, King Crimson, Gentle Giant und andere) und übt noch heute großen Einfluss auf den Progressive Rock aus.
Die Geschichte von Yes ist von wiederholten Umbesetzungen und teilweise erheblichen Stiländerungen geprägt. Als kreativer und künstlerischer Höhepunkt der Band gelten die 1970er-Jahre, in denen einige der herausragenden Alben des Progressive Rock aufgenommen wurden, während der größte kommerzielle Erfolg 1983 gelang.

Im Juni 1968 trafen sich Jon Anderson und Chris Squire im Londoner La Chasse Club und beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Kurze Zeit später kamen Tony Kaye, Peter Banks und Bill Bruford hinzu. Die erste Yes-Formation hatte sich gefunden. Die ersten beiden Alben Yes (1969) und Time and a Word (1970) waren noch vom Beat und Psychedelic Rock im Stil von The Who, The Beatles oder Pink Floyd geprägt. Das betrifft vor allem Songs wie Sweet Dreams oder Time and a Word. Dennoch zeigten sich in einigen Stücken, darunter vor allem Survival vom Debütalbum und das komplexe Then von Time and a Word, bereits erste Ansätze des späteren Progressive-Rock-Stils.

Auf dem zweiten Album gab es zusätzliche Streicherunterstützung, was dem Gitarristen Peter Banks nicht gefiel, der mit dem „Geigengeschmuse“, so seine Beschreibung, nichts anfangen konnte. Derart unzufrieden mit der eingeschlagenen Richtung, verließ er Yes 1970 als erstes Mitglied.
Die Verpflichtung von Steve Howe als neuem Gitarristen erwies sich als Glücksfall für Yes, die nach ihrem zweiten Album auch den Druck der Plattenfirma spürten, mit dem dritten Album endlich einen ersten Erfolg zu erzielen. Steve Howe sollte Yes mit seinem virtuosen und vielseitigen, vor allem vom Country und der Gitarrenmusik der 1930er-Jahre geprägten Stil bereichern. Die folgenden Kompositionen wurden länger, komplexer und vielschichtiger. Die Songlängen erreichten nun die Zehnminutenmarke und ließen etlichen Spielraum für Soloeinlagen. Steve Howes Gitarrenspiel avancierte schnell zu einem der Markenzeichen von Yes. Jon Andersons Falsett-Gesang und Chris Squires Bassspiel vervollständigten den Sound der Band. Chris Squire entwickelte in der Folge den Bass zum gleichberechtigten Soloinstrument und übernahm auch melodieführende Aufgaben.

Das schlicht The Yes Album betitelte Album aus dem Jahr 1971 wurde zum großen Durchbruch für Yes. Die Band hatte ihre eigene Identität gefunden und machte sich daran, das Progressive-Rock-Genre maßgeblich zu definieren.
Nach dem erfolgreichen Drittling drehte sich das Personalkarussell bei Yes erneut. Keyboarder Tony Kaye verließ die Band und gründete die wenig erfolgreiche Band Badger. Als neuer Keyboarder wurde der klassisch ausgebildete Rick Wakeman verpflichtet. Wie schon bei Steve Howe zuvor, sollte sich auch Wakemans Verpflichtung als Glücksfall für Yes herausstellen, da er etliche klassische Elemente in den bereits sehr eklektischen Sound von Yes einbrachte.
Das Album Fragile (Januar 1972) führte die Entwicklung des Vorgängeralbums weiter. Der Progressive Rock wirkte noch gereifter: Die Kompositionen wurden dichter, die längeren Stücke einheitlicher, nicht mehr nur suitenhaft gereiht wie auf dem Vorgängeralbum. Mit der gekürzten Fassung des fast zehnminütigen Roundabout ergab sich auch ein moderater Singlehit, was für eine albumorientierte Band wie Yes ein seltener Erfolg war. Fragile war auch das erste Album mit einem in Zukunft für Yes typischen Cover aus der Feder des Fantasy-Künstlers Roger Dean.
Im September 1972 wurde das Album Close to the Edge veröffentlicht, dessen erste LP-Seite die mehr als 18-minütige gleichnamige Sonate enthielt. Yes befanden sich nun auf einem kreativen Höhepunkt und die Musiker ließen ihren Ideen auf den Alben freien Lauf, ungehindert von kommerziellen Zwängen oder Forderungen ihrer Plattenfirma. Close To The Edge gilt als eines der besten Werke von Yes, stellvertretend für die symphonisch-klassische Variante des Progressive Rock. Das Album ist bis heute immer wieder Gegenstand musikwissenschaftlicher Studien.

Schlagzeuger Bill Bruford war vom zeitraubenden Perfektionismus der Band ermüdet, gleichzeitig aber von Close To The Edge dermaßen überzeugt, dass er zur Ansicht gelangte, dass sein eigener künstlerischer Gipfel mit der Band nun erreicht sei, und suchte sich deshalb eine neue Herausforderung. Er verließ Yes, um bei King Crimson zu spielen. Yes, die zu dem Zeitpunkt auf Tour waren, zeigten sich kurz schockiert, konnten aber mit Alan White recht schnell einen neuen Schlagzeuger gewinnen. White hatte zuvor unter anderem in der John-Lennon-Band gespielt. Er sollte nach Bill Brufords Jazzansatz mehr Rockelemente in die Musik von Yes integrieren....

Diskografie:
Studioalben
1969 – Yes (Jon Anderson, Peter Banks, Bill Bruford, Tony Kaye, Chris Squire)
1970 – Time and a Word (deutsche Erstpressung mit zum Teil eigenen Song-Versionen)
1971 – The Yes Album (Steve Howe ersetzt Banks)
1972 – Fragile (Rick Wakeman ersetzt Kaye)
1972 – Close to the Edge (Anderson, Bruford, Howe, Squire, Wakeman)
1973 – Tales from Topographic Oceans (Doppelalbum; Alan White ersetzt Bruford)
1974 – Relayer (Patrick Moraz ersetzt Wakeman)
1977 – Going for the One (Wakeman ersetzt Moraz)
1978 – Tormato
1980 – Drama (Trevor Horn ersetzt Anderson, Geoff Downes ersetzt Wakeman)
1983 – 90125 (Anderson ersetzt Horn, Kaye ersetzt Downes, Trevor Rabin ersetzt Howe)
1987 – Big Generator (Anderson, Squire, White, Kaye, Rabin)
1989 – Anderson Bruford Wakeman Howe* (Anderson, Bruford, Howe, Wakeman, siehe Anderson, Bruford, Wakeman, Howe)
1991 – Union (Anderson, Bruford, Howe, Kaye, Rabin, Squire, Wakeman, White)
1994 – Talk (Anderson, Kaye, Rabin, Squire, White)
1996 – Keys to Ascension (Live/Studio; Howe ersetzt Rabin, Wakeman ersetzt Kaye)
1997 – Keys to Ascension 2 (Live/Studio; Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White)
1997 – Keys to Ascension Volume 1 & 2 (Live/Studio; Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White)
1997 – Open Your Eyes (Billy Sherwood, Igor Khoroshev ersetzt Wakeman)
1999 – The Ladder (Einzel-CD; aber auch mit Bonus-CD; Anderson, Howe, Khoroshev, Sherwood, Squire, White)
2001 – Magnification (Einzel-CD; aber auch mit Bonus-CD; Anderson, Howe, Squire, White, mit Orchester)
2004 – Keystudio (Enthält die Studioaufnahmen von Keys to Ascension 1 & 2)
2011 – Fly from Here (David, Howe, Squire, White, Downes; Das Stück We Can Fly From Here ist bereits für "Drama" (1980) entstanden, wurde aber damals nicht veröffentlicht.)

Konzertalben
1973 – Yessongs (Triplealbum; Anderson, Bruford, Howe, Squire, Wakeman, White)
1980 – Yesshows (Doppelalbum; Anderson, Howe, Moraz, Squire, Wakeman, White)
1985 – 9012Live: The Solos (Anderson, Kaye, Rabin, Squire, White)
1993 – An Evening of Yes Music Plus...* (Anderson, Bruford, Howe, Wakeman, siehe Anderson, Bruford, Wakeman, Howe)
1996 – Keys to Ascension (Live/Studio; Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White)
1997 – Keys to Ascension 2 (Live/Studio; Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White)
1997 – Something's Coming / Beyond and Before (BBC-Material von 1969–1970; Anderson, Banks, Bruford, Kaye, Squire)
2000 – House of Yes – Live from House of Blues (Anderson, Howe, Khoroshev, Sherwood, Squire, White)
2005 – The Word Is Live (3-CD-Compilation von 1970 bis 1988; enthält zum Teil Titel die YES nur live gespielt haben)
2011 – In the Present – Live from Lyon (David, Howe, Squire, Oliver Wakeman, White)

Kompilationen und Raritäten
1973 – 2 Originals of Yes (Doppelalbum; Enthält die beiden ersten Alben in einem gemeinsamen Cover)
1975 – Yesterdays (Kompilation der ersten beiden Alben, inklusive Paul Simons America)
1981 – Classic Yes (Kompilation)
1991 – Yesyears (4-CD-Compilation)
1992 – Yesstory (2-CD-Auszug aus Yesyears)
1993 – Highlights – The Very Best of Yes (Compilation)
1998 – Yes, Friends and Relatives (2-CD; Höhepunkte von Solo-Alben der Bandmitglieder)
2000 – The Masterworks – Mix Your Own CD (Compilation)
2000 – The Best Of (Compilation)
2001 – Keystudio (Re-Mix-Compilation aller Studio-Songs von Keys to Ascension 1 & 2)
2002 – Yestoday (Anderson, Squire, White, Howe, Sherwood, Khoroshev)
2002 – In a Word – Yes (5-CD-Compilation)
2004 – The Ultimate Yes – 35th Anniversary Collection (2-CD-Compilation, auch als 3-CD-Compilation mit bis dahin unveröffentlichten Songs)

Von Yes gibt es praktisch von jedem Album und von jeder Single eine Promotionsversion, oft in eigenen gekürzten Versionen. Solche „Promotional Copies“ werden als Vor- oder Veröffentlichungsinformation an verschiedene Meinungsbildner (Journalisten, DJs usw.) verschickt. Darüber hinaus gibt es aber auch interessante Teile, die mehr als nur Referenzen oder Hinweise auf ein Werk sind. Einige sind hier aufgelistet.

1976 – Yes Solos (Promo-Compilation von den ersten Solo-Alben von Anderson, Squire, White, Howe und Moraz)
1977 – Yes – An Evening with Jon Anderson (Promo-Interview Album; Anderson)
1993 – Affirmative: The Yes Solo Family Album (Compilation von den Solo-Alben von Anderson, Squire, Bruford, White, Banks, Howe, Rabin, Wakeman, Moraz; sowie den Band-Alben Jon & Vangelis mit Anderson und Badger mit Kaye)
1993 – Symphonic Music of Yes (Anderson, Bruford, Howe)
1994 – Yes – Active (Talk Album plus Bonus-Material als CD-ROM; Anderson, Squire, White, Rabin, Kaye)
1997 – Open Your Eyes (Komplettes Album im Surround Sound; Anderson, Squire, White, Howe, Sherwood, Khoroshev)

Film/Video/DVD
1973 – Yessongs (Film; Anderson, Squire, White, Howe, Wakeman)
1987 – 9012Live: The Solos (Video; Anderson, Squire, White, Rabin, Kaye)
1989 – In the Big Dream – A Video Compilation* (Video; Anderson, Bruford, Howe, Wakeman, siehe Anderson, Bruford, Wakeman, Howe)
1991 – Yesyears – Retrospective (Video; Anderson, Horn, Squire, Bruford, White, Banks, Howe, Rabin, Kaye, Wakeman, Moraz, Downes)
1991 – Greatest Video Hits (Video; Anderson, Horn, Squire, White, Banks, Howe, Rabin, Kaye, Wakeman, Downes)
1993 – An Evening of Yes Music Plus... 1989* (Video; Anderson, Bruford, Howe, Wakeman, siehe Anderson, Bruford, Wakeman, Howe)
1996 – Keys to Ascension (Video; Anderson, Squire, White, Howe, Wakeman)
1996 – Live in Philadelphia 1979 (Video; Anderson, Squire, White, Howe, Wakeman)
1998 – Live 1975 at Q.P.R. Vol. 1 (DVD; Anderson, Squire, White, Howe, Moraz)
1998 – Live 1975 at Q.P.R. Vol. 2 (DVD; Anderson, Squire, White, Howe, Moraz)
2002 – Symphonic Live (2-DVD; Anderson, Squire, White, Howe mit Orchester)
2003 – Yesspeak (Tour-DVD)
2003 – House of Yes – Live from the House of Blues (DVD)
2004 – Yes Acoustic (DVD der Live-Übertragung in mehrere amerikanische Kinos; [Anderson, Howe, Spuire, Wakeman, White] nur akustische Instrumente, Laufzeit 37 Min, mit Spezials 67 Min)
2005 – Songs From Tsongas – The 35th Anniversary Concert 2004 (DVD)
2008 – Yes – Live at Montreux 2003 (Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White) (Blu-Ray)
2009 – Yes – Live in Chile 1994 (DVD Laufzeit 143 Min, 17 Titel, Stereo 2.0)
2011 (jan.) – Yes – Union Tour Live (Deluxe 2DVD+2CD) Gonzo Multimedia Media Group)
wikipedia

Liebe Grüße, Rika


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2013 15:31
avatar  Rika
#2 RE: Yes
avatar

Gitarrist Peter Banks, Gründungsmitglied der Band, wurde am 8. März 2013 in seiner Wohnung in London tot aufgefunden. Er war 65 Jahre alt.

Liebe Grüße, Rika


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2013 16:14
avatar  Gisela ( gelöscht )
#3 RE: Yes
Gi
Gisela ( gelöscht )

Schon wieder einer aus den 60ern/70ern. Die sterben alle weg.


 Antworten

 Beitrag melden
28.06.2015 20:33
avatar  Rika
#4 RE: Yes
avatar

Chris Squire, Gründungsmitglied und Bassist der Band, ist gestern (27. Juni 2015) an Leukämie gestorben.
Er war 67 Jahre alt.

Liebe Grüße, Rika


 Antworten

 Beitrag melden
18.10.2016 18:20
avatar  Rika
#5 RE: Yes
avatar

Yes wurden für einen Eintrag in die Rock'n Roll Hall of Fame nominiert.
Die Gewinner werden im Dezember veröffentlicht, der Eintrag erfolgt im April 2017.

Liebe Grüße, Rika


 Antworten

 Beitrag melden
18.10.2016 18:23
avatar  Eri
#6 RE: Yes
avatar
Eri

Die Gruppe kenne ich gar nicht.

Es schadet nicht, hinter die eigenen unleidlichen Gedanken einen Punkt zu setzen.
Virginia Woolf

 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 07:46
avatar  Rika
#7 RE: Yes
avatar

Alan White, der Drummer von YES, ist am 26. Mai 2022 im Alter von 72 Jahren gestorben.
Alan White war 50 Jahre Mitglied der Band.
Einige Tage vorher wurde bekannt gegeben das White aus gesundheitlichen Gründen nicht an der bevorstehenden Tournee zum 50. Jahrestag des Erscheinens des Albums "Close to the Edge" teilnehmen würde.

Liebe Grüße, Rika


 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 12:59
avatar  Mioram
#8 RE: Yes
avatar

In den 70ern hatte ich Zeiten, wo ich popmusikalisch manchmal etwas schwach über die Brust war, und so kenne ich "Yes" ebenfalls gar nicht.

<<<<<< >>>>>>

 Antworten

 Beitrag melden
27.05.2022 21:04
avatar  Lenchen
#9 RE: Yes
avatar

Ich kenne die auch nicht

Liebe Grüße vom Lenchen
Wenn du etwas haben möchtest, was du noch nie gehabt hast, dann musst du etwas tun, was du noch nie getan hast. chinesische Weisheit

 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!