Boney M.

23.01.2024 16:45
avatar  Rika
#1 Boney M.
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Boney M. war eine von Frank Farian produzierte Disco-Formation, die vor allem in den 1970er Jahren international Erfolge mit Stücken wie Daddy Cool, Rivers of Babylon und Ma Baker hatte. Weltweit wurden von Boney M. über 150 Millionen Tonträger verkauft, darunter mehr als 60 Millionen Singles.

Als Farian im Dezember 1974 im Europa-Sound-Studio in Offenbach den Titel Baby Do You Wanna Bump mit tiefer, studiomanipulierter Stimme und hohen Falsettphrasen aufnahm, wollte er ihn nicht unter seinem eigenen Namen veröffentlichen. Die Single erschien im Februar 1975 mit der Aufschrift Boney M. als Interpreten und wurde pro Woche etwa 500 Mal verkauft. Den Namen des Projektes hatte er nach der australischen Krimiserie Boney benannt, die er damals oft im Fernsehen sah. Auf ihrem Cover war noch kein Foto der Gruppe. Erst danach fand Farian über die Künstleragentur Katja Wolfe eine bunt zusammengewürfelte Truppe.

1975 herrschte hohe personelle Fluktuation in der Gruppe, unter anderen war Claudja Barry auch Teil der Besetzung. Stabilität begann erst im Februar 1976, als sich die Formation aus Bobby Farrell, Maizie Williams, Marcia Barrett und Liz Mitchell zusammensetzte. Alle waren in der Karibik geboren und als Kinder oder Jugendliche nach Europa gekommen. Im Studio bestanden lediglich Liz Mitchell und Marcia Barrett die Gesangstests. Wie Farian in der Jugendzeitschrift Bravo bestätigte, sang auch Maizie Williams nicht im Studio, „weil ihre Stimme für diese Art Musik nicht passte“. Vokal und instrumental wurde durch Studiomusiker nachgeholfen, etwa durch Kurt „Supermax“ Hauenstein.

Nachdem personelle Konstanz vorhanden war, konnte Farian mit den Aufnahmen zum Debütalbum Take the Heat Off Me beginnen. Die Single Daddy Cool erschien im Mai 1976 als Auskopplung aus diesem Album und blieb zunächst ohne besondere Resonanz. Farian gelang es schließlich, die unerfahrene Gruppe im September 1976 in der Musiksendung Musikladen neben Dave Edmunds und Edwin Starr unterzubringen. Hier präsentierten sie Daddy Cool, wie auch in der Sendung Plattenküche. Nach diesen Auftritten wurden pro Woche 100.000 Exemplare des Titels verkauft.

Daddy Cool belegte zwölf Wochen lang Rang eins in Deutschland und erreichte in Großbritannien Rang sechs. Mit insgesamt 800.000 verkauften Exemplaren war es 1976 die kommerziell erfolgreichste Single in Deutschland; weltweit wurden über eine Million Einheiten abgesetzt.[6] Am 28. Juni 1976 kam die erste LP Take the Heat Off Me auf den Markt, die alleine in Deutschland 200.000 Mal verkauft wurde. Als Boney M. 1976 in der TV-Silvester-Show Jetzt geht die Party richtig los auftrat, hatte die Gruppe bereits ihre erste Goldene Schallplatte für Daddy Cool verliehen bekommen.

Die Single Sunny (eine Coverversion des Hits von Bobby Hebb aus dem Jahr 1966) erschien im November 1976 und erreichte im Januar 1977 in Deutschland für zwei Wochen die Spitzenposition. Die Single Ma Baker erschien im Mai 1977 gleichzeitig mit der LP Love For Sale. Auch Belfast (Komponisten waren Drafi Deutscher, Joe Menke und Jimmy Bilsbury) erreichte nach Erscheinen im September 1977 wie Sunny und Ma Baker den ersten Rang der deutschen Charts.

Der größte Erfolg der Gruppe kam im April 1978 mit Rivers of Babylon auf den Markt. Nach vier Wochen waren alleine in Deutschland über eine Million Exemplare verkauft worden, in Frankreich wurden insgesamt über 500.000 Einheiten abgesetzt und fast zwei Millionen in Großbritannien. Weltweit sind über 20 Millionen Stück abgesetzt worden. Der Titel war ihr größter Hit und stand vier Monate auf Platz eins der deutschen Hitliste.

Es folgte im August 1978 Rasputin, danach im November das Weihnachtslied Mary’s Boy Child. Hiervon wurden in Großbritannien über 220.000 Exemplare an einem Tag verkauft, nach drei Wochen war dort die Millionengrenze überschritten, aufgrund des besonderen Status als Weihnachts-Nummer-eins-Hit belief sich die Verkaufszahl auf insgesamt 1,8 Millionen Exemplare. In Deutschland wurde ebenfalls die Millionengrenze nach drei Wochen erreicht, 17 Presswerke in vier Ländern versuchten, der Nachfrage Herr zu werden. Es war der zweitgrößte Erfolg der Gruppe. Auch die im Juli 1978 erschienene LP Nightflight to Venus entwickelte sich zum Verkaufserfolg, denn bis Januar 1979 waren eine Million Einheiten umgesetzt. Mit dem Album, das als einzige LP von Boney M. mit Notierung in den US-Charts war, gelang die allmähliche Abkehr vom traditionellen Disco-Sound hin zu eingängigem Pop.

Ihr viertes Album Oceans of Fantasy vom September 1979 enthält die Hits El Lute, Gotta Go Home und I’m Born Again. Nach dem im November 1981 erschienenen Album Boonoonoonoos wurde Farrell wegen seiner unzuverlässigen Arbeitsdisziplin entlassen (allerdings zeigt das Christmas-Album vom November 1981 noch sein Bild), sodass keine überzeugende Promotionsarbeit für die LP abgeliefert werden konnte. Anfang 1982 kam als Ersatz der Londoner Sänger Reggie Tsiboe, der auch singen durfte. Mit Going Back West 1982 und Jambo 1983 erreichte Boney M. noch Top-50-Platzierungen, schafften es aber in die Top 10 der Republik Südafrika und mit beiden Singles auf Platz 11 in der Schweiz.

Im Mai 1984 lieferte Boney M. mit dem Album Ten Thousand Lightyears noch die thematische Rückkehr ins Weltall und konzeptionelle Anknüpfung an den Erfolg des Albums Nightflight to Venus ab. Neben dem Titellied Future World, Somewhere in the World und Where Did You Go sind hier besonders die Remakes von Jimmy (das Original stammt von ihrem eigenen Album Boonoonoonoos) und von Tommy Roes Dizzy zu nennen. Im selben Jahr tauchte Boney M. wieder in den Top 20 der Charts auf: mit Adaptionen der italienischen Disco-Hits Kalimba de Luna September 1984 (verkaufte sich weltweit 1 Million Mal) und dem Happy Song. Bei letzterem, im November 1984 erschienenen Hit, war auch Bobby Farrell wieder zurückgekehrt. Das letzte Album Eye Dance vom Oktober 1985 wurde sogar als Quintett veröffentlicht, ohne jedoch auch nur annähernd an die frühen Erfolge anknüpfen zu können. Zu jener Zeit verlor Farian sein Interesse an der Gruppe; nach fast zehn Jahren fiel Boney M. 1986 endgültig auseinander....
https://de.wikipedia.org/wiki/Boney_M.

Liebe Grüße, Rika


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23.01.2024 16:57
avatar  Rika
#2 RE: Boney M.
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Der eigentliche Sänger und Produzent der Gruppe, der aber nie als Gruppenmitglied auftrat, ist heute gestorben. Er war 82 Jahre alt.
Frank Farian, einer der erfolgreichsten deutschen Komponisten und Musikproduzenten. Er schrieb auch den Hit "Rivers of Babylon" für Boney M.

Liebe Grüße, Rika


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23.01.2024 20:07
avatar  Beate
#3 RE: Boney M.
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Ich stelle fest, dass zurzeit fast täglich vertraute Gesichter verschwinden.


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24.01.2024 10:13
avatar  Mioram
#4 RE: Boney M.
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Erfuhr es wie viele andere ebenfalls gestern und war wie stets bei solchen Nachrichten betroffen.

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